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§18 · Glossar A–Z

Glossar A–Z — die Fulfillment-Begriffe, die du wirklich brauchst.

Über 80 Begriffe rund um Fulfillment, Logistik, E-Commerce, Versand, Lager und Amazon — mit Definition, Praxisbezug und Quervers zu vertiefenden Wiki-Sub-Pages und Service-Seiten.

Das Glossar ist alphabetisch sortiert: 3PL, FBA, FIFO, Pick & Pack, WMS, Cut-Off, Cross-Border, OSS, Volumengewicht, Sperrgut, FulApp, FulSpeed NextDay — und vieles mehr. Klick auf einen Buchstaben, um direkt in die entsprechende Sektion zu springen.

3 1 Begriff
3PL (Third-Party Logistics)
Externer Logistik-Dienstleister, der Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand für andere Unternehmen übernimmt. Klassischer Fulfillment-Anbieter wie Fulshipment. Du gibst Ware ab, der 3PL versendet — du behältst Branding, Shop und Kundenbeziehung. → Fulfillment-Anbieter
4 1 Begriff
4PL (Fourth-Party Logistics)
Logistik-Integrator, der mehrere 3PL-Anbieter und Transporteure für einen Kunden orchestriert. Der 4PL versendet selbst nichts — er steuert. Relevant für Großkonzerne mit mehreren parallelen Logistik-Partnern, internationalen Lieferketten und unterschiedlichen Versandkanälen. Für Mittelstand und E-Commerce unter 100 Mio Umsatz meist überdimensioniert — hier reicht ein guter 3PL mit eigener Plattform.
A 6 Begriffe
ABC-Klassifizierung
Sortierung der SKUs nach Drehgeschwindigkeit. A-Artikel (Top 20 %, ~80 % Umsatz) kommen nah an die Pack-Plätze für kurze Pickwege. B-Artikel (mittlere Klasse) ins mittlere Lager. C-Artikel (langsam drehende ~50 % der SKUs mit ~5 % Umsatz) ins hintere Lager. Spart pro Auftrag wenige Sekunden — über 14.000 Sendungen am Tag ein massiver Hebel. → Lagerlogistik
Allegro
Größter polnischer Online-Marktplatz, vergleichbar mit Amazon in Deutschland. Pflicht-Kanal für jeden, der Polen bedienen will — Allegro hat in Polen mehr Marktanteil als Amazon. Anbindung läuft über Fulfillment-Plattform und eigene Versandlösung „Allegro Smart!". → Marktplätze
Amazon FBA (Fulfilled by Amazon)
Amazon übernimmt Lagerung, Verpackung und Versand aus eigenen Logistikzentren. Hohe Gebühren, dafür Prime-Status garantiert. Wer FBA reduzieren will, nutzt Pre-FBA-Vorbereitung oder migriert zu FBM mit Seller-Fulfilled Prime. → Amazon im Wiki
Amazon FBM (Fulfilled by Merchant)
Du oder ein Fulfillment-Dienstleister wie Fulshipment übernimmt den Versand selbst. Mehr Kontrolle, niedrigere Lagergebühren, eigenes Branding. Mit Prime-konformen Versandzeiten wird daraus Seller-Fulfilled Prime (SFP). → Amazon im Wiki
Antwortzeit (Support-SLA)
Garantierte Zeit, in der ein Fulfillment-Anbieter auf Kunden- oder Endkundenanfragen reagiert. Bei Fulshipment unter 4 Stunden, sechs Tage die Woche. SLA-Verstöße sollten im Vertrag mit Kompensation belegt sein. Wichtig: Antwortzeit ist nicht dasselbe wie Lösungszeit — eine schnelle erste Antwort ist Pflicht, die endgültige Lösung kann je nach Komplexität länger dauern.
Auftragspauschale
Fixer Betrag pro Bestellung, der unabhängig von der Anzahl der Artikel anfällt — typisch 0,40 € bis 1,20 €. Deckt Annahme, Vereinzelung und Übergabe in den Pickprozess ab. Auch „Handling-Pauschale" oder „Order-Fee" genannt. → Kosten
B 6 Begriffe
B2B-Versand
Versand zwischen Unternehmen statt an Endkunden. Andere Anforderungen: Lieferavise, Zeitfenster-Anlieferung, Palettenversand, Wareneingangsstempel, EDI-Schnittstellen. Wer beides bedient, braucht im WMS klar getrennte Workflows. Im Fulfillment-Vertrag sollte B2B als eigene Leistung mit Pauschalen pro Palette und Lieferschein-Pauschalen ausgewiesen sein, sonst zahlt man B2B-Volumen zu B2C-Tarifen.
Batch-Picking
Pick-Strategie, bei der mehrere Bestellungen mit gleichen oder benachbarten SKUs parallel gepickt werden. Typisch bei hohen Volumen mit Wiederholungs-SKUs — spart Wegezeit pro Auftrag. Alternative zu Single-Order-Picking, Wave-Picking und Cluster-Picking. → Pick-Strategien
Beileger
Kleinbeilage in der Sendung — Flyer, Probe, Rabattcode, Dankeschön-Karte. Wirkt direkt auf Wiederkaufrate und NPS, ohne zusätzliche Versandkosten. Bei Fulshipment pro Mandant individuell konfigurierbar, auch saisonal oder kampagnenabhängig. Wer Beileger systematisch nutzt, holt aus seinem bestehenden Bestellvolumen 5–15 % mehr Umsatz raus — günstigste Marketing-Maßnahme im E-Commerce.
Bestandsplanung
Disposition der Nachbestellung pro SKU — wann, wie viel, von wem. Klassisch in Excel, modern KI-gestützt über FulVentory. Ziel: Out-of-Stocks vermeiden (Umsatzverlust) ohne Überbestand (Kapitalbindung, Lagerkosten, Abschreibung). → FulVentory KI
Black Friday
Verkaufstag am Freitag nach Thanksgiving, im E-Commerce mittlerweile ganze Cyber-Woche. Volumen-Spitze von 3–8x dem Normalbetrieb — Fulfillment-Anbieter müssen vorab Kapazität reservieren, Versandbänder freihalten und Carrier-Slots buchen. Wer im November keinen Plan hat, fängt sich Peakzuschläge, Cut-Off-Verfehlungen und Endkunden-Beschwerden ein. Vorbereitung beginnt im August.
Bruchsicher verpacken
Pflicht bei zerbrechlicher Ware (Glas, Keramik, Elektronik). Polstermaterial, Doppelboden-Karton, Vorsicht-Aufkleber. Bruchquote sollte unter 0,3 % liegen — Anbieter mit höherer Quote haben ein operatives Problem, kein Verpackungs-Problem. Bei Fulshipment werden bruchempfindliche SKUs im Stammdatensatz markiert und beim Packen automatisch in den Pack-Workflow mit Polsterung geroutet.
C 3 Begriffe
Carrier
Versanddienstleister wie DHL, DPD, GLS, UPS, Hermes. Im Fulfillment werden meist mehrere Carrier parallel angebunden und je nach Sendung der passende gewählt — Größe, Gewicht, Region, Service-Level, Tarif. Ein Multi-Carrier-Setup ist auch Ausfallschutz: fällt ein Carrier kurzfristig aus (Streik, IT-Probleme), läuft der Versand über die anderen weiter.
Cross-Border
Grenzüberschreitender Versand aus einem zentralen Lager in mehrere Länder. Setzt Zoll-, Steuer- (OSS, IOSS) und Marktplatz-Know-how voraus. Aus Marienheide bedient Fulshipment DACH (1 Tag), West-/Süd-Europa (1–3 Tage) und Ost-Europa (2–3 Tage).
Cut-Off-Zeit
Uhrzeit, bis zu der eine Bestellung am selben Tag noch verarbeitet und versendet wird. Bei Fulshipment 16:00 Uhr für Next-Day-Zustellung. Spätere Cut-Offs bedeuten höheren operativen Druck, frühere bedeuten verschenkte Aufträge. → FulSpeed NextDay
D 2 Begriffe
DHL
Größter deutscher Paketdienstleister. Standard für nationalen B2C-Versand, hohe Netzdichte, Packstation-Netz. Bei Fulshipment einer von vier Standard-Carriern, oft Default für Next-Day-Sendungen unter 5 kg. Vorteil: höchste Zustellquote in der deutschen Fläche. Nachteil: frühere Cut-Off-Zeiten als DPD und höhere Tarife im Volumenbereich.
DPD
Internationaler Paketdienst mit starkem DACH- und Europa-Netz. Spätere Cut-Off-Zeiten als DHL, gute Zustellquote im B2B-Bereich. Bei Fulshipment für B2B-Sendungen und EU-Versand häufig erste Wahl. Stark in Frankreich, Benelux, Polen — wer Cross-Border bedient, kommt um DPD nicht herum.
E 3 Begriffe
EAN (European Article Number)
Internationaler 13-stelliger Barcode für Konsumprodukte. Pflicht für Amazon-Listings (außer mit Markenregistrierung) und für Multichannel-Verkauf. Im Lager der primäre Scan-Schlüssel für Wareneingang und Kommissionierung. Wer eigene Marken aufbaut, kauft EANs in Blöcken bei GS1 — kein Käuferschutz, aber Voraussetzung für seriösen Listenverkauf.
eMag
Größter rumänischer Online-Marktplatz, Marktführer in Rumänien, Bulgarien, Ungarn. Mit eigener Logistik („eMag Fulfillment") oder klassisch FBM. Pflicht für Ost-Europa-Expansion, oft unterschätzt. → Marktplätze
EU-Versand
Versand in alle EU-Länder ohne Zollanmeldung. Steuerlich über OSS abgewickelt, Versandzeiten je nach Land 1–4 Tage. Aus zentralem deutschen Lager oft günstiger als Multi-Country-Inventory (MCI), solange Versandkosten und Lieferzeiten vertretbar sind. Erst ab signifikantem Länderumsatz (>500.000 € pro Jahr pro Land) lohnt sich lokale Lagerung.
F 12 Begriffe
FBA (Fulfilled by Amazon)
Siehe Amazon FBA. Kurzform, üblich im Seller-Slang. → Amazon im Wiki
FBM (Fulfilled by Merchant)
Siehe Amazon FBM. Kurzform, üblich im Seller-Slang. → Amazon im Wiki
FEFO (First Expired, First Out)
Lagerverfahren für verderbliche Ware: der Bestand mit dem frühesten Mindesthaltbarkeitsdatum wird zuerst gepickt. Pflicht für Lebensmittel, Kosmetik, Pharma. Voraussetzung: WMS mit MHD-Erfassung pro Charge. → Lagerlogistik
FIFO (First In, First Out)
Standard-Lagerverfahren für nicht-verderbliche Ware: der zuerst eingelagerte Bestand wird zuerst gepickt. Vermeidet Überalterung der Bestände. Im E-Commerce der Default-Modus für 90 % aller SKUs. → Lagerlogistik
FNSKU (Fulfillment Network SKU)
Amazon-eigener Barcode für FBA-Sendungen — 10-stellig, beginnt mit X00. Wird auf jeden Artikel zusätzlich zur EAN aufgebracht. Pre-FBA-Vorbereitung kümmert sich darum, damit du nicht alle Kartons selbst bekleben musst. → Amazon im Wiki
FulApp
Mandanten-Cockpit der Fulshipment-Plattform — Live-Daten zu Beständen, Sendungen, Retouren, KPIs. Multi-Mandanten-fähig, mit API für eigene Automationen, ERP-Anbindung und Marktplatz-Sync. Auch Heimat der KI-Module FulChat, FulMail, FulTalk, FulReturn, FulVentory. → FulApp
FulChat
KI-Live-Chat-Agent in der FulApp. Beantwortet 40–55 % der Standard-Endkundenanfragen ohne menschlichen Eingriff — Tracking, Adressänderung, Retoure, Storno. → FulChat KI
FulMail
KI-E-Mail-Assistent in der FulApp. Klassifiziert ~85 % der eingehenden Mails automatisch und schreibt Antwortentwürfe in 6 Sekunden. Spart pro Mitarbeiter 1,5–2,5 Stunden Bearbeitungszeit pro Tag. → FulMail KI
FulReturn
KI-Retouren-Klassifizierung in der FulApp. Sortiert eingehende Retouren automatisch in A-, B- und C-Ware. Bei A-Ware (60–70 %) läuft Erstattung und Wiedereinlagerung vollautomatisch. → FulReturn KI
FulSpeed NextDay
Premium-Versandprodukt von Fulshipment: Cut-Off 16:00 Uhr, Next-Day-Zustellung mit 98,8 % pünktlicher Quote. Inkl. SLA-Reporting, Carrier-Mix DHL/DPD und garantierter Verarbeitung auch bei Volumen-Spitzen. → FulSpeed NextDay
FulTalk
KI-Telefon-Agent in der FulApp. Nimmt B2C-Anrufe entgegen, beantwortet Standardfragen (Tracking, Lieferzeit, Retoure) und eskaliert komplexe Fälle an Menschen mit Vorqualifikation. → FulTalk KI
FulVentory
KI-Bestandsprognose in der FulApp. Berechnet pro SKU Nachbestellzeitpunkt und Bestellmenge. Reduziert Out-of-Stocks um 30–60 % im ersten Monat, Überbestände um 15–30 %. → FulVentory KI
G 3 Begriffe
Gefahrgut
Ware mit besonderen Versandvorschriften — Lithium-Akkus, Aerosole, Parfum, Chemikalien. Pflicht: UN-Nummer, korrektes Verpackungsmaterial, Gefahrgut-Schein für jedes Paket, geschulte Mitarbeiter. Carrier verlangen oft Gefahrgut-Aufschläge oder lehnen ab. Wer Gefahrgut versendet, sollte das im Fulfillment-Briefing klar markieren — sonst gibt es operative Probleme im Wareneingang oder Versand wird gestoppt.
GLS (General Logistics Systems)
Europäischer Paketdienst mit starkem B2B-Profil und gutem Sperrgut-Handling. Bei Fulshipment der Standard-Carrier für sperrige Sendungen und ausgewählte EU-Strecken. GLS hat in der Italien-, Spanien- und Frankreich-Zustellung oft die besseren Laufzeiten als DHL — wer Süd-Europa bedient, sollte GLS testen.
Gurtmaß
Längster Umfang einer Sendung + längste Seite. Carrier nutzen das Gurtmaß für Tarif und Sperrgut-Klassifikation. Bei DHL gilt eine Sendung ab 300 cm Gurtmaß als Sperrgut mit deutlich höheren Versandkosten.
H 2 Begriffe
Handling-Kosten
Kosten pro Bestellung für Annahme, Vereinzelung und Vorbereitung der Sendung — meist 0,40 € bis 1,20 € pro Auftrag. Synonym mit Auftragspauschale. → Kosten
Hermes
Deutscher Paketdienstleister mit Fokus auf B2C-Versand und Hermes-PaketShops. Günstig, aber tendenziell langsamer und mit höheren Verlustquoten als DHL. Im Premium-Fulfillment selten Default-Carrier, aber als Backup-Option oder für preissensitive Sortimente sinnvoll. PaketShop-Versand ist günstiger als Haustür-Zustellung, dafür mit eingeschränktem Service-Erlebnis.
I 3 Begriffe
Inselzuschlag
Carrier-Aufschlag für Sendungen auf deutsche oder europäische Inseln (Sylt, Helgoland, Mallorca, Korsika). Typisch 5–20 € pro Sendung. Im Fulfillment-Vertrag transparent ausweisen, sonst Überraschung in der Monatsabrechnung.
Inventur
Bestandszählung im Lager. Klassisch als Stichtags-Inventur (1–3 Tage Lagerstillstand), modern als permanente Inventur (Rolling Count) — täglich werden geplante SKU-Slots gezählt und gegen WMS-Bestand abgeglichen. Inventur-Genauigkeit sollte über 98 % liegen. → Lagerlogistik
IOSS (Import One-Stop Shop)
EU-Steuersystem für Importe aus Drittländern mit Warenwert bis 150 €. Ermöglicht, dass die Mehrwertsteuer beim Verkauf erhoben und zentral an die EU abgeführt wird statt beim Zoll-Import. Reduziert Friktion an der Grenze, Pflicht für viele Drittländer-Importe.
J 1 Begriff
JTL
Deutsches ERP- und Shop-System, im E-Commerce-Mittelstand sehr verbreitet. Bei Fulshipment direkt angebunden — Bestellungen fließen aus JTL-Wawi in die FulApp, Bestände werden zurücksynchronisiert. JTL-Connector ist 2026 Standard für deutsche Fulfillment-Anbieter. Wer JTL nutzt, sollte den Connector vor Vertragsabschluss testen — die Implementierungsqualität variiert stark zwischen Fulfillment-Anbietern.
K 3 Begriffe
Kartonage
Verpackungsmaterial — Faltkartons in verschiedenen Größen, Polstermaterial, Klebeband. Kosten pro Sendung 0,15–1,50 €. Falsche Kartongröße (zu groß) treibt Versandkosten und Volumengewicht hoch. → Kosten
Kontraktlogistik
Längerfristiger Logistik-Vertrag mit individuell konfiguriertem Service-Level, eigenen Lagerflächen und maßgeschneiderten Workflows. Anders als klassisches Fulfillment-Outsourcing meist mit Mindestlaufzeit, höherem Volumen und tieferer Integration. → Kontraktlogistik
Kubikmeter (m³)
Maßeinheit für Lagervolumen — wichtiger als Quadratmeter, weil Hochregal-Lager in der Höhe wachsen. Lagerkosten werden meist pro m³ pro Monat berechnet (typisch 5–25 €). Bei Sperrgut oder leichten, voluminösen Waren ist m³ der Kostentreiber. → Kosten
L 2 Begriffe
Lagerumschlag
Häufigkeit, wie oft der Lagerbestand pro Jahr „durchrotiert" — Verkaufsmenge geteilt durch durchschnittlichen Bestand. Branchenabhängig 4–12. Hoher Lagerumschlag = niedrige Kapitalbindung; niedriger Lagerumschlag = Disposition prüfen oder Sortiment ausdünnen.
Lithium-Akkus
Sonderfall des Gefahrguts. UN3480 (Akku einzeln) bzw. UN3481 (Akku im Gerät verbaut). Versandvorschriften je nach Wattstunden und Carrier unterschiedlich. Pflicht: UN-Test-Zusammenfassung vom Hersteller, korrekt gekennzeichnete Kartons.
M 2 Begriffe
MCI (Multi-Country Inventory)
Aufteilung des Bestands auf mehrere Länder/Lager für schnelle lokale Lieferzeiten. Klassisch im Amazon-EU-FBA-Netz. Alternative zu zentralem Versand aus Deutschland. Vorteil: schnellere Lieferung, niedrigere Versandkosten. Nachteil: doppelte Kapitalbindung, komplexere Disposition.
Multichannel
Vertrieb über mehrere Kanäle parallel — eigener Shop, Amazon, eBay, Kaufland, Otto, Allegro, eMag. Im Fulfillment heißt das: ein zentraler Bestand, synchronisiert über alle Marktplätze, mit kanalspezifischen Etiketten und Beilegern. → Multichannel
N 1 Begriff
NextDay-Versand
Zustellung am Werktag nach Bestelleingang. Voraussetzung: Cut-Off vor 16:00 Uhr und Carrier mit zuverlässigem Tagesservice (DHL, DPD, UPS). Bei Fulshipment FulSpeed NextDay mit 98,8 % pünktlicher Quote. → FulSpeed NextDay
O 3 Begriffe
Onboarding
Aufnahme eines neuen Mandanten ins Fulfillment-System — Stammdaten anlegen, Schnittstellen einrichten, Wareneingang erster Bestand, Pick-Plätze definieren, Testbestellungen. Bei Fulshipment kostenfrei, meist in 7–14 Werktagen abgeschlossen.
OSS (One-Stop Shop)
EU-Steuersystem für grenzüberschreitenden B2C-Versand. Statt sich in jedem EU-Land steuerlich zu registrieren, meldest du alle EU-Verkäufe zentral über die OSS-Plattform deines Wohnsitzlandes. Pflicht ab 10.000 € EU-Cross-Border-Umsatz pro Jahr.
Otto
Deutscher Online-Marktplatz und Versandhändler. Strikte Aufnahmekriterien (Qualität, SLA, Marken-Status), dafür Premium-Zielgruppe. Anbindung über etablierte Connector-Lösungen oder direkten EDI-Anschluss.
P 8 Begriffe
Pack & Label
Operativer Schritt nach dem Picken — Ware verpacken, Versandlabel drucken und aufkleben, Beileger einlegen. Bei modernen Fulfillment-Anbietern automatisierter Pack-Tisch mit direktem Druck der Labels aus dem WMS.
Pan-EU (Amazon)
Amazon-Programm, bei dem FBA-Ware automatisch auf mehrere EU-Länder verteilt wird. Lieferzeiten verkürzen sich, Buy-Box-Chance steigt. Steuerlich aufwendig: Registrierung in jedem Land, in dem Bestand liegt — Polen, Tschechien, Italien, Spanien, Frankreich.
Peakzuschlag
Carrier-Aufschlag in der Hochsaison (Black Friday bis Weihnachten). DHL, DPD, GLS erhöhen typisch um 0,30–1,00 € pro Sendung. Im Fulfillment-Vertrag sollte Peakzuschlag transparent ausgewiesen sein.
Pick & Pack
Sammelbegriff für Kommissionierung (Pick) und Verpackung (Pack) — die zentralen operativen Schritte eines Fulfillment-Anbieters. Pro Auftrag schaffen Mitarbeiter typisch 250–300 Bestellungen am Tag. → Lagerlogistik
Pickliste
Geordnete Liste der zu pickenden Artikel pro Auftrag oder Batch — mit Lagerplatz, SKU, Menge. Klassisch auf Papier, modern auf Mobilgerät mit Scanner oder als Pick-by-Voice-Anweisung. Reihenfolge ist optimiert auf kürzeste Pickwege. → Lagerlogistik
Plentymarkets
Deutsches ERP- und Shop-System mit starker Multichannel-Funktionalität. Bei Fulshipment per Standard-Connector angebunden — Bestellungen, Bestände, Versand-Status synchronisieren bidirektional.
Pre-FBA Service
Vorbereitungsservice für Amazon-FBA-Sendungen: Etikettierung mit FNSKU, Bündelung, Repackaging, Anmeldung der Lieferung im Seller-Central. Reduziert Amazon-Gebühren und vermeidet teure FBA-Fehlerquoten. → Amazon im Wiki
Prime by Seller (SFP)
Amazon-Programm für Seller mit eigener Logistik, die Prime-konforme Versandzeiten und Service-Levels einhalten. Voraussetzungen: 1–2 Tage Lieferzeit, pünktliche Zustellquote über 95 %, Anbindung an Amazon-API. Fulshipment ist auf SFP spezialisiert. → Amazon im Wiki
R 3 Begriffe
Retoure
Zurückgesendete Bestellung — Standard im B2C-E-Commerce, gesetzlich 14 Tage Widerrufsrecht. Im Fulfillment ein eigener Workflow: Annahme, Sichtprüfung, Klassifizierung A/B/C-Ware, Erstattung, Wiedereinlagerung oder Aussortierung.
Retourenquote
Anteil zurückgesendeter Bestellungen am Gesamtversand. Im deutschen E-Commerce durchschnittlich 10–15 %, in Mode bis 50 %, bei Elektronik 5–10 %. Hohe Quoten brauchen automatisierte Retouren-Workflows (FulReturn KI), sonst killt es die Marge. → FulReturn KI
REWE B2B-Anlieferung
Beispielhaft für Handels-Anlieferung mit strengen Vorgaben: Zeitfenster, Palettenmaße, Lieferschein-Format, Vorab-Avis. Wer in den deutschen LEH liefert, braucht ein Fulfillment-Setup mit B2B-Workflow-Trennung vom klassischen E-Commerce.
S 6 Begriffe
SFP (Seller-Fulfilled Prime)
Kurzform für Prime by Seller. Siehe dort. → Amazon im Wiki
Shopify
Globales Shop-System, im E-Commerce-Mittelstand zunehmend Standard. Bei Fulshipment per Standard-Connector angebunden — Bestellungen kommen automatisch in die FulApp, Tracking wird zurückgespielt. Plus: Shopify Markets für Cross-Border.
Shopware
Deutsches Shop-System, vor allem im B2B-E-Commerce verbreitet. Per Connector oder API in Fulshipment integriert. Anders als Shopify mehr Konfigurations-Tiefe, dafür höhere Komplexität in der Anbindung.
SKU (Stock Keeping Unit)
Eindeutige Kennung für jeden Artikel im Lager. Eine Variante (Farbe, Größe) = eine SKU. Pro Mandant verwaltet das WMS oft tausende SKUs mit Lagerplatz, Bestand, Bewegungshistorie und Klassifizierung (ABC, FIFO/FEFO).
Sperrgut
Sendungen, die wegen Größe, Gewicht oder Form nicht im normalen Carrier-Netz laufen — z. B. ab 300 cm Gurtmaß bei DHL, ab 31,5 kg bei den meisten Carriern. Sperrgut-Versand ist 2–5x teurer als Standard-Pakete.
Stückgewicht
Tatsächliches Gewicht einer Sendung. Wird gegen das Volumengewicht abgeglichen — der höhere Wert bestimmt den Versandtarif. Wer leichte, voluminöse Ware verkauft, zahlt fast immer nach Volumengewicht.
U 3 Begriffe
Unboxing
Auspack-Erlebnis beim Endkunden. Beeinflusst Marken-Wahrnehmung, NPS und Wiederkaufrate. Optimiert über individuelle Kartonage, Seidenpapier, Beileger, Marken-Tape. Bei Fulshipment pro Mandant konfigurierbar — auch saisonale Varianten.
UPS
US-Amerikanischer Paketdienstleister mit starkem Express-Service und gutem US-Versand. In Deutschland eher Premium-Carrier — bei Fulshipment für UPS-typische Strecken (USA, Express, B2B-Express) angebunden.
USt-ID (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer)
Steuerliche EU-Kennung für innergemeinschaftlichen B2B-Handel. Pflicht für Cross-Border-Rechnungen ohne Mehrwertsteuer. Im Fulfillment-Setup wichtig für Mandanten-Konfiguration und Rechnungstexte.
V 1 Begriff
Volumengewicht
Berechnetes Gewicht aus den Sendungsmaßen — bei DHL Länge × Breite × Höhe geteilt durch 5.000 (cm-Werte). Carrier-Tarif richtet sich nach dem höheren von Stückgewicht und Volumengewicht. Falsche Kartongröße treibt Volumengewicht und damit Versandkosten hoch.
W 3 Begriffe
Wareneingang
Annahme neuer Ware ins Lager — Zählen, Prüfen, Einlagern, Buchen im WMS. Bei Fulshipment mit Foto-Dokumentation, Mengen-Abgleich gegen Wareneingangs-Avis und Live-Sichtbarkeit in der FulApp. Saubere Wareneingänge sind Voraussetzung für saubere Bestände.
Wave-Picking
Pick-Strategie mit zeitlich getakteten „Wellen" nach Versand-Cut-Off oder Carrier. Typisch in Cut-Off-getriebenen Fulfillment-Centern: alle DHL-Aufträge bis 14:00 Uhr in Wave 1, alle DPD-Aufträge bis 15:30 Uhr in Wave 2, alle Express bis 16:00 Uhr in Wave 3. → Pick-Strategien
WMS (Warehouse Management System)
Software zur Steuerung aller Lagerprozesse von Wareneingang bis Versand — Bestandsführung, Lagerplatzzuweisung, Kommissionierung, Inventur. Bei Fulshipment Teil der FulApp, mit Live-Datenzugriff für Kunden und API für Automation. → Lagerlogistik
X 1 Begriff
Xentral
Deutsches ERP-System für E-Commerce-Mittelstand. Verwaltet Bestellungen, Bestände, Buchhaltung, Versand. Bei Fulshipment per Connector angebunden — Bestellungen werden direkt ins Fulfillment durchgereicht, Versand-Status zurückgespielt.
Z 1 Begriff
Zollanmeldung
Pflicht beim Import aus Drittländern in die EU. Setzt EORI-Nummer, Zolltarif-Nummer (HS-Code), Wertangabe und je nach Ware weitere Dokumente voraus. Im Fulfillment oft als Dienstleistung mit angeboten — Fulshipment bietet Import-Flatrate inkl. Verzollung. → Importe
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Häufige Fragen — Glossar

Was bedeutet 3PL?

3PL (Third-Party Logistics) bezeichnet einen externen Logistik-Dienstleister, der Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand für andere Unternehmen übernimmt — also einen klassischen Fulfillment-Anbieter wie Fulshipment. Du gibst deine Ware ab, der 3PL versendet an deine Endkunden, du behältst Shop, Branding und Kundenbeziehung. Standard im E-Commerce ab ca. 30 Bestellungen pro Tag.

Was ist der Unterschied zwischen Amazon FBA und FBM?

FBA (Fulfilled by Amazon) bedeutet: Amazon lagert, packt und versendet deine Ware aus eigenen Logistikzentren. Hohe Gebühren, aber Prime-Status garantiert. FBM (Fulfilled by Merchant) bedeutet: du oder ein Fulfillment-Dienstleister wie Fulshipment übernimmt den Versand selbst. Mehr Kontrolle, niedrigere Lagergebühren, eigenes Branding — und mit Prime-konformen Versandzeiten auch Seller-Fulfilled Prime möglich.

Was heißt WMS?

WMS steht für Warehouse Management System — die Software, die alle Lagerprozesse steuert. Wareneingang, Lagerplatzzuweisung, Bestandsführung, Kommissionierung, Verpackung, Versand-Vorbereitung und Inventur. Bei Fulshipment ist das WMS Teil der FulApp, mit Live-Datenzugriff für dich als Kunde und einer API für eigene Automationen oder ERP-Anbindungen.

Was bedeutet FIFO im Lager?

FIFO (First In, First Out) ist das Standard-Lagerverfahren für nicht-verderbliche Ware: der zuerst eingelagerte Bestand wird zuerst gepickt. Verhindert, dass alte Bestände im Lager liegen bleiben. Für Lebensmittel, Kosmetik und Pharma nutzt man stattdessen FEFO (First Expired, First Out) — der Bestand mit dem nächsten Mindesthaltbarkeitsdatum geht zuerst raus.

Was ist eine Cut-Off-Zeit im Versand?

Die Cut-Off-Zeit ist der Stichtag pro Werktag, bis zu dem eine Bestellung am selben Tag noch verarbeitet und versendet wird. Bei Fulshipment liegt der Cut-Off für FulSpeed NextDay bei 16:00 Uhr — bestellst du als Endkunde bis 16:00 Uhr, ist die Sendung am nächsten Werktag bei dir. Spätere Bestellungen werden am nächsten Werktag verarbeitet.

Was bedeutet Cross-Border-Fulfillment?

Cross-Border-Fulfillment ist der grenzüberschreitende Versand aus einem zentralen Lager in mehrere Länder. Setzt Zoll-Know-how (OSS, IOSS), Carrier-Anbindung und Marktplatz-Integration voraus. Aus Marienheide bedient Fulshipment DACH in 1 Tag, West-/Süd-Europa in 1–3 Tagen und Ost-Europa (Polen, Tschechien, Rumänien, Ungarn) in 2–3 Tagen.

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