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§2 · Kosten

Was kostet Fulfillment in Deutschland 2026?

Alle 5 Kostenblöcke detailliert, drei Beispielrechnungen für realistische Volumen, Volumen-Rabatte, versteckte Fallen und faire Marktpreise. Belastbare Zahlen ohne Verkaufs-Optik.

§2.1

Überblick: Wie setzt sich der Preis zusammen?

Ein Fulfillment-Service in Deutschland 2026 kostet für einen typischen 1-Artikel-Versand 6,40 € bis 6,80 € inkl. Versand. Die Vollkosten setzen sich aus fünf Blöcken zusammen: Lager, Handling, Pick, Verpackung und Versand. Volumenrabatte greifen ab rund 500 Sendungen pro Tag — bei großen Marken sinkt der Stückpreis auf 5–6 € pro Auftrag.

KostenblockBemessungTypische Spanne 2026
1. Lagerkostenpro Palette oder m³ / Monat5–15 € pro Palette
2. Handlingkostenpro Auftrag0,40–1,20 €
3. Pick-Kostenpro Artikel0,30–0,80 €
4. VerpackungKarton + Füllmaterial0,30–1,50 €
5. VersandNetto-Tarif des Anbieters3,80–6,50 € national
§2.2

Block 1: Lagerkosten — Wofür zahlst du?

Lagerkosten decken die Fläche und den Lagerplatz ab, den deine Ware physisch im Lager belegt. Üblicherweise berechnet pro Palette (5–15 €/Monat), pro Kubikmeter (4–8 €/m³/Monat) oder pro Fachregal-Lagerplatz (0,80–1,80 €/Monat). Je nach Lagermodell (Bodenlager, Hochregal, Pick-Fach) und ABC-Klassifizierung unterscheiden sich die Sätze.

Wie wird Lagervolumen gemessen?

Drei Verfahren sind üblich:

  • Pro Palette / Monat: einfachste Abrechnung. Eine Standard-Euro-Palette (120 × 80 × 144 cm) entspricht etwa 1,4 m³.
  • Pro Kubikmeter / Monat: präziser, vor allem für Brands mit unterschiedlich großen SKUs.
  • Pro Lagerplatz / Monat: bei Fachregal-Pick-Bestand — ein Fach pro SKU, unabhängig vom Inhalt.

Wo ist der Spielraum?

Lagerkosten sind nur in geringem Umfang verhandelbar. Aber: du beeinflusst sie über die Bestandsstrategie. Langsam drehende SKUs binden teures Lagervolumen — eine konsequente ABC-Klassifizierung mit Bereinigung von Langsamdrehern senkt die Kosten oft um 20–30 %.

§2.3

Block 2: Handling-Kosten — die unsichtbaren Stückkosten.

Handling-Kosten fallen pro Auftrag an — unabhängig davon, wie viele Artikel gepickt werden. Sie decken Annahme der Bestellung, Pickauftrag-Generierung, Pack-Platz-Vorbereitung und Etiketten-Druck ab. Übliche Spannen 2026: 0,40–1,20 € pro Auftrag. Komplexere Aufträge (mehrere SKUs, Sonderverpackung, Beileger) kosten meist mehr.

Handling-Kosten sind oft der unterschätzte Posten. Bei 14.000 Sendungen pro Tag und 0,80 € pro Handling sind das 11.200 € pro Tag oder rund 336.000 € pro Monat — bei einem einzigen Block.

§2.4

Block 3: Pick-Kosten — pro Artikel im Auftrag.

Pick-Kosten entstehen pro Artikel in der Bestellung. Übliche Spannen 2026: 0,30 € bis 0,80 € pro Pick. Beeinflusst von Lagerplatz-Entfernung, Pick-Strategie und Mitarbeiter-Produktivität (Branchenstandard: 250–300 Picks pro Mitarbeiter pro Tag). Sets, Bundles und Sonderverpackung erhöhen den Pick-Aufwand pro Auftrag.

Bei einer Bestellung mit 3 Artikeln und 0,50 € pro Pick sind das 1,50 € Pick-Kosten plus die Handling-Kosten pro Auftrag. Effiziente Pick-Strategien (Batch, Wave) können den Stückpreis um 10–25 % senken — mehr unter Lagerlogistik & Pick-Strategien.

§2.5

Block 4: Verpackungskosten — Material, das du nicht siehst.

Verpackungsmaterial kostet 0,30 € bis 1,50 € pro Auftrag — abhängig von Karton-Größe, Füllmaterial (Luftpolster, Papier, Maisflocken), Beileger und ggf. individuellem Branding. Bei Standard-Versand reicht ein 1,30-€-Setup. Markenversand mit Custom-Karton und Seidenpapier liegt eher bei 2,00–3,00 €.

Mehr zu Verpackung, Branding und Unboxing-Konzepten findest du unter Verpackung & Branding oder direkt unter Individualisierungen.

§2.6

Block 5: Versandkosten — der größte Hebel.

Versandkosten sind der größte Einzelposten — in Deutschland 2026 zwischen 3,80 € und 6,50 € national (bis 2 kg, Standardversand DHL/DPD). Carrier-Volumen-Verträge machen den Unterschied: Listenpreise liegen 25–40 % über Volumen-Tarifen. Ein guter Fulfillment-Anbieter hat Verträge mit allen großen Carriern und wählt automatisch den besten pro Sendung.

Service-LevelCarrierTarif 2026 (typisch)
Standard nationalDHL, DPD, GLS3,80–5,20 €
Express nationalUPS, DHL Express9,50–18,00 €
Sperrgut nationalGLS, DPD12,00–28,00 €
Standard DACHDHL, DPD5,80–8,20 €
Standard EUDPD, GLS7,50–14,00 €
Standard OsteuropaDPD, GLS8,90–16,00 €

Mehr unter Versand & Carrier.

§2.7

Drei Beispielrechnungen für reale Volumen.

Beispiel 1: Start-Brand mit 30 Bestellungen/Tag

PositionBemessungKosten/Monat
Lager (3 Paletten)3 × 10 € × 1 Monat30 €
Handling (900 Aufträge)900 × 0,80 €720 €
Pick (1.350 Picks bei 1,5 Artikel/Auftrag)1.350 × 0,50 €675 €
Verpackung (900 Aufträge)900 × 0,80 €720 €
Versand (900 × DHL Volumen)900 × 4,80 €4.320 €
Summe / Monat~6.465 €
Kosten pro Auftrag7,18 €

Beispiel 2: Etablierte Marke mit 5.000 Bestellungen/Monat

PositionBemessungKosten/Monat
Lager (12 Paletten)12 × 9 € × 1 Monat108 €
Handling5.000 × 0,70 €3.500 €
Pick (7.500 Picks)7.500 × 0,45 €3.375 €
Verpackung5.000 × 0,75 €3.750 €
Versand (Volumen-Tarif)5.000 × 4,30 €21.500 €
Summe / Monat~32.233 €
Kosten pro Auftrag6,45 €

Beispiel 3: Skalierte Brand mit 50.000 Bestellungen/Monat

PositionBemessungKosten/Monat
Lager (80 Paletten)80 × 8 €640 €
Handling50.000 × 0,55 €27.500 €
Pick (75.000 Picks)75.000 × 0,38 €28.500 €
Verpackung50.000 × 0,65 €32.500 €
Versand (Top-Volumen)50.000 × 3,90 €195.000 €
Summe / Monat~284.140 €
Kosten pro Auftrag5,68 €
§2.8

Volumen-Rabatte — ab wann lohnt es sich zu verhandeln?

Erste Volumen-Rabatte greifen ab 500 Sendungen pro Tag — vor allem auf Pick- und Versandkosten. Carrier-Volumentarife (DHL Business-Tarif, DPD Premium) starten ab etwa 1.000 Sendungen/Monat. Bei großen Volumen (10.000+ Sendungen/Monat) werden alle Posten individuell verhandelt.

§2.9

Die 7 versteckten Kostenfallen.

Achtung: Diese Fallen erkennst du oft erst auf der zweiten oder dritten Rechnung — dann ist die Migration teuer. Frag explizit nach jedem dieser Punkte vor Vertragsabschluss.
  1. Monatliche „Account-Pauschalen" zusätzlich zum operativen Geschäft (200–500 €/Monat).
  2. Mindestumsatz oder Mindest-Lagergebühr — du zahlst auch, wenn du nichts versendest.
  3. Setup-Gebühren von 500–5.000 € bei Vertragsstart.
  4. Zuschläge für Beileger, Branding-Material, Bündelung — bei guten Anbietern Teil des Service.
  5. Retouren-Pauschalen pro Stück, die nicht klar ausgewiesen sind.
  6. Carrier-Brutto-Tarife ohne Volumenrabatt — der Anbieter steckt die Marge ein.
  7. Kündigungsfristen über 3 Monate — Knebelverträge sind 2026 nicht mehr zeitgemäß.

Bei Fulshipment: keine Account-Pauschale, keine Setup-Gebühr, kein Mindestumsatz, monatlich kündbar, Carrier-Volumen-Tarife transparent, Retouren-Kosten klar ausgewiesen. Mehr unter Fulshipment-Preise.

§2.10

Setup- und Onboarding-Kosten.

Seriöse Anbieter berechnen keine separaten Setup-Gebühren — du zahlst nur die laufenden Fulfillment-Kosten. Bei Fulshipment ist das Onboarding kostenfrei: SKU-Aufnahme, Anbindung an dein Shopsystem, Schulung und Testphase sind im Standard-Setup enthalten. Anbieter mit Setup-Gebühren von 500–5.000 € sind nicht zwingend besser — verlange Transparenz.

Konkrete Rechnung

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Schick uns dein Volumen, deine SKU-Daten und deine Versandziele — wir liefern dir in 24 h eine belastbare Kalkulation mit Vollkostensatz pro Auftrag.

  • Keine Setup-Kosten
    Onboarding ist gratis.
  • Keine Knebelverträge
    Monatlich kündbar.
  • Transparente Preise
    Live einsehbar in der FulApp.

Häufige Fragen — Kosten

Was kostet Fulfillment in Deutschland 2026?

Die Fulfillment-Kosten in Deutschland setzen sich aus fünf Blöcken zusammen: Lager-, Handling-, Pick-, Verpackungs- und Versandkosten. Für einen typischen 1-Artikel-Versand liegen die Vollkosten 2026 bei rund 6,40–6,80 € (inkl. Versand DHL). Volumenrabatte greifen ab etwa 500 Sendungen pro Tag. Bei größeren Marken ab 5.000 Bestellungen/Monat liegen die Vollkosten typischerweise bei 5–6 € pro Auftrag.

Wie hoch sind Lagerkosten im Fulfillment?

Lagerkosten werden meist pro Palette oder pro Kubikmeter pro Monat berechnet. Übliche Spannen 2026: 5–15 € pro Palette/Monat, 4–8 € pro m³/Monat. Bei Pick-Bestand im Fachregal: 0,80–1,80 € pro Lagerplatz/Monat. Fulshipment kalkuliert nach Stellplatz, ohne versteckte Pauschalen.

Was kostet das Onboarding bei einem Fulfillment-Anbieter?

Seriöse Anbieter berechnen für das Onboarding keine separaten Gebühren — du zahlst nur die laufenden Fulfillment-Kosten. Bei Fulshipment ist das Onboarding kostenfrei: SKU-Aufnahme, Anbindung an dein Shopsystem, Schulung und Testphase sind im Standard-Setup enthalten. Verlange Transparenz: Anbieter mit Setup-Gebühren von 500–5.000 € sind nicht zwingend besser.

Ab welchem Volumen gibt es Volumenrabatte?

Erste Rabatte greifen typischerweise ab 500 Sendungen pro Tag — vor allem auf Pick- und Versandkosten. Versanddienstleister wie DHL und DPD geben gestaffelte Tarife ab ca. 1.000 Sendungen/Monat. Bei sehr großem Volumen (10.000+ Sendungen/Monat) werden auch Lager- und Handling-Sätze individuell verhandelt.

Was sind versteckte Fulfillment-Kosten?

Vorsicht bei: monatlichen „Account-Pauschalen" zusätzlich zum operativen Geschäft (200–500 €/Monat), Mindestumsatz-Klauseln, Zuschlägen für Beileger oder Bündelung, Retouren-Pauschalen pro Stück die nicht klar ausgewiesen sind, und Setup-Gebühren. Bei Fulshipment: alles transparent in der FulApp einsehbar, keine Pauschalen, keine versteckten Kosten.

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