Die fünf Kostenblöcke im Detail
Lagerkosten: 5 bis 15 EUR pro Palette und Monat oder 4 bis 8 EUR pro m³ und Monat. Die genaue Zahl hängt von Region, Lagerart (Block, Regal, Hochregal) und Umschlagshäufigkeit ab. Ein langsam drehender Artikel ist im Hochregal oft günstiger als ein Schnelldreher im Pick-Bereich.
Handling: 0,40 bis 1,20 EUR pro Auftrag — abhängig von Komplexität und SKU-Mix. Wer viele Bündel, Sets oder Sonderverpackungen hat, landet eher am oberen Ende. Standard-Einzelartikel sind günstiger.
Pick: 0,30 bis 0,80 EUR pro Artikel. Bei Sets und Bundles entsprechend mehr, weil mehrere Greifvorgänge nötig sind. Auch Lagerort und Pick-Strategie beeinflussen den Preis spürbar.
Verpackung: 0,30 bis 1,50 EUR pro Auftrag — abhängig von Karton-Größe und Branding-Material. Wer auf gebrandete Kartons und Beileger setzt, sollte das in der Kalkulation einplanen.
Versand: 3,80 bis 6,50 EUR national bei DHL- oder DPD-Volumen-Tarifen. International deutlich höher, je nach Zielland zwischen 8 und 25 EUR pro Sendung.
Versteckte Kostenfallen, auf die du achten musst
Vorsicht bei: monatlichen "Account-Pauschalen" zusätzlich zum operativen Geschäft, Mindestumsatz-Klauseln, Setup-Gebühren, intransparenten Carrier-Tarifen und versteckten Zuschlägen für Beileger oder Bündelung. Diese Posten machen bei einigen Anbietern 10 bis 20 % der Gesamtkosten aus — ohne dass du einen Mehrwert dafür bekommst.
Auch saisonale Zuschläge sind ein häufiger Streitpunkt. Manche Anbieter erhöhen ihre Tarife in Q4 still und leise um 20 %. Wer das nicht im Vertrag fixiert hat, zahlt drauf, wenn das Volumen am höchsten ist.
Bei Fulshipment ist alles transparent in der FulApp einsehbar — kein Mindestumsatz, kein Setup, keine Pauschalen. Die vollständige Preislogik findest du auf unserer Preisseite mit konkreten Beispielen für unterschiedliche Sortimente und Sendungsgrößen.
Wie du Anbieter sauber vergleichst
Lege für jeden Vergleich ein einheitliches Szenario zugrunde: typische Sendungsstruktur, Durchschnitts-Volumen, durchschnittliche Anzahl Artikel pro Auftrag. Lass dir von jedem Anbieter eine Vollkosten-Rechnung für genau dieses Szenario erstellen. Erst dann sind die Zahlen vergleichbar.
Achte auf langfristige Skaleneffekte. Ein Anbieter, der bei 100 Sendungen pro Tag günstig ist, kann bei 1.000 Sendungen viel teurer werden — oder umgekehrt. Frag deshalb explizit nach Staffeln und Tarif-Anpassungen ab bestimmten Volumina.
Drittens: Vergiss die qualitativen Faktoren nicht. Antwortzeiten, Account-Manager-Modell, Software-Reife. Diese Punkte sind harte Kosten-Treiber im Tagesgeschäft — auch wenn sie nicht direkt in der Preisliste auftauchen.