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Logistik · · 6 Min.

Black Friday 2025: Carrier-Strategie für maximale Resilienz

Black Friday 2025 (28. November) wird Carrier weltweit an Kapazitäts-Grenzen bringen. Wie du mit Multi-Carrier-Setup auf der sicheren Seite bist.

Black Friday 2025 fällt auf den 28. November. Schon 2024 sind einige Carrier in den Spitzentagen an Kapazitäts-Grenzen gestoßen. 2025 wird sich das verschärfen — wer auf einen Carrier setzt, riskiert Lieferzeit-Versprechen und Kundenvertrauen. Multi-Carrier-Setup ist 2025 Pflicht.

Die 2025er-Carrier-Realität in Deutschland

DHL bleibt Marktführer mit dem stärksten Netzwerk — aber auch DHL hat in Peak-Tagen 2024 SLAs gerissen. Vor allem in den Tagen zwischen Cyber Monday und 10. Dezember kam es regional zu Verzögerungen von 1-3 Tagen. Wer 2025 mit Next-Day-Versprechen wirbt, sollte realistisch ein zweites Versand-SLA-Versprechen für die Peak-Wochen vorbereiten.

DPD und GLS haben 2024 stark zugelegt, aber regional unterschiedlich. DPD ist besonders stark in NRW, Hessen und im Ruhrgebiet. GLS hat sich in Süddeutschland und im B2B-Versand profiliert. UPS bleibt erste Wahl für Express und Sperrgut, vor allem in der internationalen Zustellung. Hermes hat sich auf B2C-Standardversand fokussiert, mit gemischten On-Time-Quoten je Region.

Smart ist: pro Sendung dynamisch den besten Carrier wählen. Bei Fulshipment passiert das automatisch — mehr unter FulSpeed NextDay. Die Auswahl-Logik berücksichtigt Service-Level, Zielregion, aktuelle Auslastung des Carriers und Preis-Performance.

Was Multi-Carrier-Setup operativ bedeutet

Multi-Carrier-Setup heißt nicht „wir nutzen halt zwei Carrier irgendwie", sondern eine durchdachte Architektur: Verträge mit mindestens drei Carriern, automatisierte Sendungsallokation nach Regeln (Service-Level, Region, Volumen), einheitliches Tracking für den Endkunden trotz unterschiedlicher Carrier, und klare Eskalations-Pfade bei Carrier-Ausfall.

Wichtig ist auch ein Backup-Plan für die kritischen Black-Friday-Tage: Was passiert, wenn ein Carrier 24 Stunden ausfällt? Welcher zweite Carrier kann das Volumen auffangen? Sind die Druckprozesse und Labels schnell genug auf einen anderen Carrier umstellbar? Diese Tests sollten spätestens Anfang November durchgeführt sein.

Was du jetzt im November vorbereitest

Mindestens drei Carrier mit aktivem Vertrag — und zwar mit kommunizierten Peak-Volumen. Bestands-Logik, die pro Region und Versand-Service den passenden Carrier wählt. Kommunikations-Templates für Verzögerungen, mit ehrlicher Sprache statt Marketing-Versprechen. Endkunden vergeben mehr Vertrauen für eine ehrliche „1-2 Tage Verzögerung möglich"-Ansage als für eine fehlgeschlagene Next-Day-Garantie.

Praxis-Tipp: Plane in den Spitzentagen mit konservativem Versand-Versprechen. Wenn du Black Friday mit „2-3 Werktage Lieferung" wirbst und tatsächlich am nächsten Werktag lieferst, gewinnst du Reviews und Empfehlungen. Wenn du Next-Day versprichst und auf Tag 3 lieferst, verlierst du Vertrauen.

Letztes Element: Mitarbeiter-Briefing für den Kundenservice. Welche Carrier-Probleme sind möglich, welche Aussagen darf der Service machen, welche Eskalationswege gibt es? Wer hier vorbereitet ist, fängt im November stille Krisen ab, bevor sie zu öffentlicher Marken-Beschädigung werden.

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  • Cut-Off 16:00 Uhr
  • 15.000 m² in Marienheide
  • Max. 25 Kunden/AM